Das Silo in Bad Essen, eine unendliche Geschichte

abe am Donnerstag den 22.09.2016 auf dem Wochenmarkt in Bad Essen Freunde aus Bohmte getroffen, auch so Heimatidioten wie ich, ein Wort gab das andere, sinngemäß kam da folgendes bei raus, die aus Bohmte:  bald rauschen die Fahrzeuge ohne anzuhalten an Bad Essen vorbei und wenn ihr dann noch euer Silo abreißt weil kein Investor sich die Finger verbrennen will, wie die in dem Film letzten Freitag https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/Von-wegen-verstaubt-Orte-veraendern-sich,sendung554320.html gesagt haben, wird man Bad Essen noch nicht einmal aus der Luft erkennen geschweige denn von der „B65 neu“ aus. Darauf ich: Lehnt euch mal nicht so weit aus dem Fenster! Statt Subventionen zu verschieben hätte euer Bürgermeister schon längst einmal die Idee haben können Bohmte von der Umgehung Nord aus bis zur Leferner- Straße zu Untertunneln dann könnte Bohmte sich wieder mit Bad Essen vertragen und wir bräuchten keine „B 65 neu“. Die Bohmter:  die Bad Essener sind stellenweise so unfähig die müssen sogar einen Bürgermeister aus Bohmte einführen usw. Wir haben dann noch bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse bei Höger gesessen und sind dann feixend und gut gelaunt auseinandergegangen. Nur das mit dem Silo hat mich doch gewurmt. Also bin ich mit meinem Fahrrad zum Silo gefahren und habe meinen eigenen Rekord von 15 Runden, um das riesige Gebäude am Kanal noch übertroffen. Nach der 28. Runde habe ich mich dann in eine dieser wunderschönen Blüten gesetzt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen.

wp_20160823_20_28_18_pro-2Die Atemlosigkeit mit der das Thema Silo im Moment durch das Rathaus gejagt wird, kann nur ins Desaster führen. Die Baukonjunktur hat in Deutschland im Moment eine so hohe Überhitzung erreicht das jeder Investor sich lukrativere Geschäfte vorstellen kann als dieses mit einem gewissen Risiko behaftete Gebäude marktreif zu planen und zu bauen. Wenn also nur das kleinste Risiko besteht die bei so einem Bauvolumen entsprechenden Gewinne zu erwirtschaften wird jeder Investor die Finger davonlassen und zu lukrativeren Geschäftsmöglichkeiten reisen. Im Moment habe ich den Eindruck das Unternehmen aus dem Baugewerbe, die ein paar Praktikantenstunden  überhaben, zwischendurch die Planung für solch ein Projekt über den Schreibtisch gehen lassen dafür Geld bekommen etwas Zeit aussitzen um dann wieder ab zu springen. Dieses Spiel kann unendlich so weitergehen. Bis zu dem Punkt an dem ein Investor im Rathaus auftritt, mit dem Modell  das Silo abzureißen um als Gegenleistung die dann zur Verfügung stehenden Grundstücke billig zu bekommen. Wer weiß wer da wieder seine Finger im Spiel hat!

Ich stelle folgendes zur Diskussion. Ab jetzt noch etwas Zeit ins Land gehen zu lassen und zu einem Zeitpunkt an dem die Baukonjunktur wieder einmal am Boden liegt das Projekt unter besseren, billigeren Bedingungen neu zu starten. Wichtig ist, uns Bürger, schon bei der Planung daran zu beteiligen! Auch wenn zehn Jahre und mehr ins Land gehen, sollten man diese als Konsolidierungsphase nehmen. Dieses riesige Gebäude wird aufgrund seiner Bauart  bestimmt noch 1000 Jahre bestehen. Der Speicher und wird in der Zeit sicherlich als Wahrzeichen Bad Essens die alte Wassermühle ablösen können. Zwischenzeitlich kann sich auf der Welt so viel verändert haben, dass wir froh sein können ein solches Gebäude für die kommunale Daseinsvorsorge innerhalb der Gemeinde oder auch darüber hinaus zur Verfügung  zu haben. In diesem Zusammenhang sollte man auch einmal an unsere Kinder oder Enkel denken!

Mit den für das Gebäude abrufbaren Geldern könnten Fassade und Dach renoviert und gestaltet werden. In der Zeit könnten die verschiedensten Ideen durchspielen werden. Zum Beispiel dem größten Spielehersteller Europas, Ravensburg, die Möglichkeit geben das Silo dazu zu verwenden mit lebenden Spielfiguren ein riesiges Gesellschaftsspiel zu gestalten. Touristisch währe so etwas sicher eine Welt weit einzigartiges Alleinstellungsmerkmal für Bad Essen (Haaaaallo Frau Cittá Slow hören Sie mich). An der weiteren Ausgestaltung dieser Spielidee ist der Leser selbst gefragt. Oder/und die Außenflächen werden für Werbezwecke vermietet. Allein das wieder bestücken mit Sendemasten würden wohl die mit dem Silo zusammen hängenden laufenden Kosten abdecken.

 Ich hoffe das beim Bauamt Bad Essen & Bohmte nicht diese oder ähnliche Ideen schon in den Schreibtischschubladen liegen und nur auf die Vorlage beim Bauausschuss, im Rat und beim Bürgermeister warten, es steht nicht in meiner Absicht dem vorzugreifen.

So oder Ähnlich hätte man auch über den Bau des neuen Solebades nachdenken können.

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