Archiv für die Kategorie ‘Öffentlichkeit’
Blutbuchen als Mahnmal und im Angedenken an die Beendigung des 7 Jährigen Krieg 1756 – 1763
Geschrieben von: Calhaynz
22. Februar 2012 >> Allgemein, Die Rotbuche, Öffentlichkeit, Politik
Heute hat mir ein alter Bad Essener, der sich in der Geschichte dieser Region gut auskennt erzählt, das zur Beendigung des 7 Jährigen Krieges überall im Land Rot (Blut-)Buchen im Angedenk der Gefallenen dieser Epoche gepflanzt wurden!! Diese Tradition wurde danach noch über Jahrzehnte auch für die Gefallenen anderer, mit Beteiligung Preußischer Soldaten geführter Kriege, weitergeführt. Vielleicht stammt diese Tradition sogar vom “alten Fritz” dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 200dertsten male wiederhohlt. Also war das vielleicht eine Friedrichs- Buche!?
Ich wollte mir noch eine Beinscheibe besorgen auf der man nach abzählen der Jahrringe das genaue Alter der in der Einmündung Bornweg Bad Essen gefällten Rotbuche das hätte bestimmen können, war alles schon entsorgt. Schade! (Wohlweislich?) Als Anschauungsmaterial in unseren Schuhlen hätte das sicherlich gute bildungs- Dienste getan.
Aber vielleicht gibt es jemanden der in der Lage ist anhand des Fotos das Alter zu bestimmen? Die Rotbuche hatte an dieser Stelle in etwa 1,5m Durchmesser.

Alte Bäume
Geschrieben von: Calhaynz
19. Februar 2012 >> Allgemein, Die Rotbuche, Öffentlichkeit, Politik
Kurt Tucholsky
Glossen und Essays
1930
Alte Bäume
Der entlassene Bismarck hat seinem Amtsnachfolger Caprivi manches übel genommen – aber wohl nichts so sehr, wie dass jener einige schöne alte Bäume im Garten des berliner Reichskanzlerpalais hat fällen lassen. Das hat er ihm nie verziehen. Bismarck war ein Landedelmann und kannte den Wert alter Bäume. Kennen wir ihn –?
Nein, wir kennen ihn nicht.
Erlauben Sie mir zunächst, mich vom Verdacht einer lavendelduftenden Sentimentalität zu reinigen. »Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit … « –, gemacht. Wir wissen alle, dass Autostraßen nötig sind; dass brave grüne Idyllen vernichtet werden müssen, wollen wir nicht in einem Naturschutzmuseum vegetieren; wir wissen, dass jede Zeit ihre Bedürfnisse hat, die alten Leuten immer ein wenig gotteslästerlich vorkommen –, soweit ist alles in Ordnung. Ich werde aber den Eindruck nicht los, als ob vieles, was heute in Deutschland auf diesem Gebiet geschieht, nur deshalb getan wird, damit etwas getan wird.
Das Land ist übervölkert; die Krise der Arbeitslosigkeit bedroht niemand so wie die Akademiker und die geistigen Berufe, die sich zu den Beamtenstellungen drängen, weil sie dort am sichersten versorgt sind. (»Der österreichische Beamte hat nichts – aber das hat er sicher.«) Wer im Krieg einmal beobachtet hat, wie die in der Etappe liegende Truppe auf Geheiß ihrer Offiziere gewissermaßen den ganzen Kriegsschauplatz mit Birkengeländern einzäunte; wie noch eine Küche gebaut wurde und noch ein Waschhaus und noch eine Unterkunft … , der wird verstanden haben, wie jeder, auch der vernünftigste Tätigkeitsdrang, in seine Karikatur umschlagen kann. Bis zu einer gewissen Grenze war das alles nützlich – dann wurde es albern und Tätigkeit um der Tätigkeit willen. Und das ist nicht nur unnütz; es ist schädlich.
Dasselbe sehen wir in den großen Städten. Wie da emsige Gschaftlhuber niederreißen, bauen, umbauen und neubauen –, das ist grauslich zu sehen. Wenn sie noch wenigstens einen großen Plan verwirklichten, wie es die Pariser mit dem nicht ganz ausgeführten, gradezu visionären Projekt des Barons Haussmannn tun –: dann wäre ja alles gut. Aber von einem einheitlichen Plan ist nichts zu spüren. Da murkst jedes Bezirksamt für sich, gepackt von diesem lächerlichen Ressortehrgeiz, der ums Verrecken dem andern, der ›Konkurrenz‹, nichts mitteilt, damit man den kümmerlichen Ruhm für sich allein habe – es ist jämmerlich.
Und es ist ehrfurchtslos.
Einen alten Baum umschlagen –, das ist eine Art Mord. Nun ist kein Leben ohne Tötung –, aber man mordet doch nicht zum Vergnügen, nur, um mit der Aufzeichnung der Mordprotokolle die Akten zu füllen. Doch, sie tuns. Sie haben nicht das leiseste Gefühl, dass das, was sie da zerstören, ein Stück Leben ist – es sind übrigens grade jene, die das Wort ›Deutschland‹ ununterbrochen im Munde führen, die es am wenigsten spüren. Was aber ist Deutschland, wenn nicht seine Wiesen, seine Wälder, seine Flüsse und seine Bäume? Hier ist der Urgrund jedes Landes – damit geht man nicht so um, wie sie es tun.
Immer, wenn ich von diesen Projekten höre, sehe ich die dahinterstehenden Treiber vor mir: selig in der geräuschvollsten Art von Faulheit, die es gibt: in der Organisation, wirtschaften sie umher, ordnen an und verbieten, entwerfen und planen … , hier tobt sich der soziale Geltungsdrang voll aus, er überschlägt sich; gehetzt von ihrem Willen, dürsten sie nach mehr, nach mehr – und die Stadtbewohner sind die Leidtragenden.
Darum hat Berlin tausend Gesichter und keines. Kein einheitlicher Wille eines großen Städtebauers gibt dieser Stadt Glanz und Profil; selbst wenn wir einen solchen hätten, wäre er längst von den Zünftigen abgewürgt, verbittert und gekündigt. Und sie regieren fast unumschränkt –, und wie sieht das aus, was da herauskommt!
Es gibt gewisse Bünde und Verbände, bei denen die Formalitäten der Aufnahme neuer Mitglieder zeremoniös und verwickelt sind. Man wird immer finden, dass mindestens die Hälfte aller Mitglieder für Aufnahme stimmen, weil sie Spaß am Zeremoniell haben. Die Wirkung ist ihnen ziemlich gleichgültig – wenn nur die bunten Bräuche wie an der Schnur ablaufen. Hierzu sind die Städtezerstörer eine schöne Parallele; ihre Arbeit ist eine Mischung von Roheit und Phantasielosigkeit, die nur Totes hervorbringt, weil sie vom Lebendigen nichts wissen.
Aus dem Getöse der Autos, den Schreien der Sirenen und den kurvenheulenden Bahnen steigt leise und fast unhörbar, ein Gedanke in die Welt, der neu und alt zugleich ist: der nämlich, dass sich die Seele nicht töten läßt. Daß sie derer spottet, die sie auf Flaschen ziehen wollen. Die sie registrieren wollen. Dies ist vielleicht eine seelenlose Zeit. Aber es ist eine, die die Seele sucht.
Nun ist ein alter Baum ein Stückchen Leben. Er beruhigt. Er erinnert. Er setzt das sinnlos heraufgeschraubte Tempo herab, mit dem man unter großem Geklapper am Ort bleibt. Und diese alten Bäume sollten dahingehen, sie, die nicht von heute auf morgen nachwachsen? Die man nicht ›nachliefern‹ kann? Die nicht in Serien, frei ab Wald, wieder aufgebaut werden können? Nur, damit Beamte etwas zu regieren haben? Nein, das muß nicht sein. Sie sollen stehen bleiben, uns Schatten spenden und leben – gegen die Tollheit betriebsseliger Kleinbürger im Geist und im Amt.
Peter Panter
Vossische Zeitung, 10.12.1930, Nr. 288.
Heute wurde die Rotbuche ein Naturdenkmal!!
Geschrieben von: Calhaynz
12. Januar 2012 >> Garten, Geschichten, Öffentlichkeit, Politik
Ein wunderbarer Tag, Heute wurde aus der Rotbuche 49152 Bad Essen Bornweg, Ecke Lindenstraße ,(ich haben berichtet) ein Naturdenkmal.
Zum vergrößern einfach auf das Bild klicken!!
Ich glaube Herr Wulff hat sich genau so verhalten wie es in der Politikerkaste üblich ist. Die Presse hat Ihn in diese Position gelobt, weil er immer für eine Schlagzeile gut ist was sich ja auch so gezeigt hat. Und nun wird er und sein Umfeld halt medial filetiert. Nur eine Naturkatastrophe mit mindestens 100.000 Opfern kann ihn noch retten. (alles ist in Zeitungsauflagen oder Klicks, also Geld, umrechenbar)
Wie das System Berufspolitiker tickt sehe ich ja schon an seiner Art der Kreditbeschaffung, möglichst viele daran Beteiligen um den Gefälligkeitshaushalt in Ordnung zu halten!
Fehlerhafterweise hat er in seinem Glauben die Presse währe Ihm noch einen Gefallen schuldig diesen eingefordert. Ich glaube Herr Wulff hat sich genau so verhalten wie es in der Politikerkaste üblich ist. Die Presse hat Ihn in diese Position gelobt, weil er immer für eine Schlagzeile gut ist was sich ja auch so gezeigt hat. Und nun wird er und sein Umfeld halt medial filetiert. Nur eine Naturkatastrophe mit mindestens 100.000 Opfern kann ihn noch retten. (alles ist in Zeitungsauflagen oder Klicks, also Geld, umrechenbar)
Währe Herr Wulff in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident persönlich bei einer Bank vorstellig geworden hätte er einen Kredit zu Konditionen bekommt die Otto Normalverbraucher nie bekommen wird. Die eingangs 0,9 % seines ersten Kredites bei einer Bank sind da schon realistisch. Aber wie schon erwähnt “Gefälligkeitsgymnastik” ist eine in der Politik wichtige Disziplin. Der Ort an dem sich Geld und Macht vereinigen hat der normale Bürger keinen Schlüssel, der Normalbürger Christian Wulff hat versucht einen zu bekommen…Autsch.
5ünf Buchenwälder Deutschlands wurden zum Weltkulturerbe erklärt!!
Geschrieben von: Calhaynz
16. November 2011 >> Allgemein, Garten, Öffentlichkeit, Politik, Schönes, Wohnen
Warum können die in Paris unsere Buchenwälder zum Weltkulturerbe erklären? http://www.tagesschau.de/
Hiermit erkläre ich die Rotbuche Bad Essen, Lindenstraße, Ecke Bornweg zum Kulturerbe im “Königreich Wittlage”… kann ich also auch!!
Übrigens ist Niedersachsen das Bundesland mit dem höchsten Buchenholzeinschlag Deutschlands!! Und wo geht das meiste Buchenholz hin…nach China (wie war das noch mit den Regenwäldern?)
Bad Essen, Solepark im Lichterglanz
Geschrieben von: Calhaynz
18. September 2011 >> Allgemein, Öffentlichkeit, Schönes, Stadtfest, Veranstaltungen
Am 17.September 2011, haben die ”Kundigen Bürger Bad Essen” eine der schönsten Lichterfeste, die Bad Essen je gesehen hat, veranstaltet! Nur auf diese oder ähnliche Weise sollte der Solepark- (Bürgerpark) zwischenzeitig genutzt werden!
Unsere designierte Oberkellnerin Birte H. macht ein Praktikum als Schmetterling
Geschrieben von: Calhaynz
29. August 2011 >> Allgemein, Öffentlichkeit, Schönes, Stadtfest
Es war eine der schöneren Unterveranstaltungen in Telgte während des europagrößten Mittelaltermarktes!
Ökomanischer Gottesdienst während des 37. Historischen Marktes in Bad Essen
Geschrieben von: Calhaynz
28. August 2011 >> Allgemein, Historischer-Markt, Öffentlichkeit, Veranstaltungen
Sogar unsere beiden großen Kirchen schließen sich der globalen Eventbewegung mit einem durch viel Beifall bestätigten ökumenischen Gottesdienst an.
Das muss der Neid dem katholsken Priester lassen, besser angezogen iser
37. Historische Markt in Bad Essen
Geschrieben von: Calhaynz
27. August 2011 >> Allgemein, Historischer-Markt, Öffentlichkeit, Politik, Stadtfest
Es waren sehr viel offizielle Gäste die zur Eröffnungsveranstaltung über den 37. “Historischen Markt” in Bad Essen schritten.
Der Betrachter möge es mir nachsehen das ich in meinem Eifer nicht alle , zum Teil im historischen Gewand erschienenen, honorigen Gäste gebührend darstellen konnte.
Sollte einer der Gäste mehrfach auf den Bildern erschienen sein, danke ich für seine zusätzliche Mühe!
Ich Danke allen führ ihre Geduld.
Moment!, ich habe vergessen das Oberteil für die schwarze Hose in der Bildergalerie (vorletzte Bilderreihe Bild 6/12) zu wählen, ich hoffe auf Nachsicht, das sollte in nächster Zeit vielen … passieren dürfen!
Ich habe über die augenblickliche Gewalt in England nachgedacht…
Geschrieben von: Calhaynz
15. August 2011 >> Allgemein, Öffentlichkeit, Politik
*Gewalt hat immer etwas mit mehr oder weniger Möglichkeiten zu konsumieren zu tun!*
In der anglikanischen Kultur hat Gewalt wohl einen gleich hohen Stellenwert wie Diplomatie, selbst der Umgang mit dem eigenen Bürger besteht aus dem strategischen Umgang mit beidem, Diplomatie und Gewalt, um politische Ziele wie Veränderungen durchzusetzen. Dieser Weg, egal wer an der „Macht“ war, wurde in den letzten 1000 Jahren nicht verlassen. Und in diesem komischen englischen Kastensystem hat es den „Kleinen Bürger“ natürlich immer zuerst erwischt.
Wir Mitteleuropäer sind dagegen eher humanistisch geprägt was viel subtilere Gewaltformen beinhaltet um Ziele zu erreichen als bei der anglikanischen Kultur. Was sich zuerst einmal besser anfühlt, wenn wir nicht aufpassen aber zu ähnliches Ergebnissen wie in Großbritannien führen kann.
Das Dilemma in dem sich die britische Administration im Moment befindet ist die zu große Öffentlichkeit um ihre Problehme, zumindest als Option auch mit Gewalt lösen zu können. Das wird wohl der Punkt sein weswegen die freie Kommunikationsmöglichkeit über Twitter, Facebook und Co. beschnitten werden sollen. „Im Dunkeln lässt es sich leichter munkeln.“ Gewaltloser Umgang wie mit der Situation z.B. in London benötigt mehr Personal (siehe Gandhi) und ist deswegen auch teuer!
Die Inselleute waren in der Vergangenheit strategisch sehr gut, Dinge und Sachverhalte so anzulegen das sie sich für die ferne Zukunft meistens zu ihrem Vorteil entwickelt haben. Es ist zu hoffen dass sie diese Fähigkeiten auch in dieser Situation und dieses Mal zum Vorteil aller anwenden. Die Öffentlichkeit, wir, werden Ihnen dabei schon auf die Finger schauen (evtl. klopfen).
Davon mal abgesehen müssen wir in unserem schönen Ländle auch höllisch aufpassen!













