Archiv für November, 2011

Ein Beispiel dafür wie sich etablierte Parteien ihre Pfründe sichern.

Geschrieben von: Calhaynz

25. November 2011 >> Allgemein, Politik

Neue Osnabrücker Zeitung 119. Jg. Nr. 276 vom, 25.11.2011

OSNABRÜCKER LAND_

Stärkste Kraft ohne Macht

CDU, SPD, FDP und Grüne halten in Bad Laer gegen Wählergemeinschaft zusammen

Von Simone Grawe

 

BAD LAER. Bad Laer ist im­mer für eine Überraschung gut. Die CDU sackt bei der Kommunalwahl von 72 auf 30 Prozent ab. die ~Bürger für Bad Laer (BBL), eine neu gegründete Wählerge­meinschaft, steigt mit über 45 Prozent auf Anhieb in den Rat ein. Ein klares Signal al­so bei der Verteilung von Posten und Kompetenzen? Weit gefehlt, wie der Verlauf der konstituierenden Sit­zung zeigt.

 

Unzufriedenheit mit der Verkehrsführung in Bad Laer, die Ausweisung eines

umstrittenen Gewerbegebie­tes auf landwirtschaftlichen Flächen, dazu ein Streit um den Teilabriss und Neubau des Rathauses, den die CDU ohne die Beteiligung der Bür­ger durchsetzen wollte: Seit Jahren rumort es im Süd­kreisheilbad, wo die CDU stets mit komfortablen Mehrheiten schaltet und wal­tet.

Der Protest mündet schließlich in der Gründung der BBL, die zur Wahl mit dem Versprechen antritt, den Abriss des Rathauses zu ver­hindern und für mehr Trans­parenz und Bürgernähe zu sorgen. Das gefällt den Bür­gern, die die CDLI am 11. September abstrafen und gleich­zeitig die BBL mit neun Sit­zen zur stärksten Fraktion wählen.

Wer aber glaubt, dass sieh die CDU und die kleine Gruppierung aus SPD, FDP und Grünen auf die Oppositions­bank drängen lassen, sieht sich getäuscht Gemeinsam bilden jetzt SPD, FDP und Grüne mit unterm Strich fünf Sitzen die „erste Bad Laerer Ampel, verkündet deren Sprecher Johannes Mönter bei der konstituierenden Sit­zung, während die CDU mit sechs Sitzen und der Stimme von Bürgermeister Holger Richard deren Vorschläge und Anregungen konsequent unterstützt. Folge: Eine vier-farbige Ampel aus Rot, Gelb, Grün und Schwarz kann sich auf zwölf Sitze stützen, die BBL mit neun Abgeordneten zieht den Kürzeren.

Wie das Spielchen funktio­niert, zeigt sich bei der Beset­zung der Gremien. Mit Alois Diekamp stellt die „Ampel“ den Ratsvorsitzenden und ei­nen Stellvertreter des Bür­germeisters. Der grüne Rats­herr Markus Peters wird stellvertretender Ratsvorsit­zender und CDU-Urgestein Peter Zieger ebenso ein Stell­vertreter von Holger Ri­chard.

Der BBL bleibt immerhin eine Stellvertretung des Bür­germeisters, allerdings erst nach einer Kampfabstim­mung.

Wie sehr die Fronten ver­härtet sind; dokumentiert sich auch bei der Aufgabenverteilung der Ausschüsse und bei der Frage, in welcher Form künftig Bürgerfrage­stunden behandelt werden. Erst nach hitzigen Debatten und persönlichen Anfein­dungen werden Entschei­dungen gefällt. Ein faires, konstruktives Miteinander sieht anders aus.

5ünf Buchenwälder Deutschlands wurden zum Weltkulturerbe erklärt!!

Geschrieben von: Calhaynz

16. November 2011 >> Allgemein, Garten, Öffentlichkeit, Politik, Schönes, Wohnen

Warum können die in Paris unsere Buchenwälder zum Weltkulturerbe erklären? http://www.tagesschau.de/inland/unescobuchen100.html Darüber gilt es in Bad Essen einmal nachzudenken. Warum sind für die Welt unsere Buchenwälder so wichtig!?

Hiermit erkläre ich die Rotbuche Bad Essen, Lindenstraße, Ecke Bornweg zum Kulturerbe im “Königreich Wittlage”… kann ich also auch!!

Übrigens ist Niedersachsen das Bundesland mit dem höchsten Buchenholzeinschlag Deutschlands!! Und wo geht das meiste Buchenholz hin…nach China (wie war das noch mit den Regenwäldern?)

Mein Lieblingsgedicht

Geschrieben von: Calhaynz

16. November 2011 >> Allgemein

Nis Randers. ist eine Ballade von Otto Ernst aus seinem 1901 bei L. Staackmann in Leipzig erschienenen Gedichtband Stimmen des Mittags. Das vor allem in Norddeutschland bekannte Gedicht schildert eindringlich die dramatische Rettung eines Schiffbrüchigen.

http://www.youtube.com/watch?v=FzPg-QFcbIM

Nis Randers

Otto Ernst

Krachen und Heulen und berstende Nacht,
Dunkel und Flammen in rasender Jagd -
Ein Schrei durch die Brandung!

Und brennt der Himmel, so sieht man’s gut.
Ein Wrack auf der Sandbank! Noch wiegt es die Flut;
Gleich holt sich’s der Abgrund.

Nis Randers lugt – und ohne Hast
Spricht er: “Da hängt noch ein Mann im Mast;
Wir müssen ihn holen.”

Da fasst ihn die Mutter: “Du steigst mir nicht ein!
Dich will ich behalten, du bliebst mir allein,
Ich will’s, deine Mutter!

Dein Vater ging unter und Momme, mein Sohn;
Drei Jahre verschollen ist Uwe schon,
Mein Uwe, mein Uwe!”

Nis tritt auf die Brücke. Die Mutter ihm nach!
Er weist nach dem Wrack und spricht gemach:
“Und seine Mutter?”

Nun springt er ins Boot und mit ihm noch sechs:
Hohes, hartes Friesengewächs;
Schon sausen die Ruder.

Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!
Nun muss es zerschmettern …! Nein, es blieb ganz! …
Wie lange? Wie lange?

Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer
Die menschenfressenden Rosse daher;
Sie schnauben und schäumen.

Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt!
Eins auf den Nacken des anderen springt
Mit stampfenden Hufen!

Drei Wetter zusammen! Nun brennt die Welt!
Was da? – Ein Boot, das landwärts hält -
Sie sind es! Sie kommen!

Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt …
Still – ruft da nicht einer? – Er schreit’s durch die Hand:
“Sagt Mutter, ‘s ist Uwe!”


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